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Wandern mit Kindern

Bewegung in der frischen, klaren Bergluft umgeben von unberührten Bilderbuch-Landschaften. Wandern ist gut für Körper und Geist – es wirkt befreiend, fördert die Durchblutung, stärkt die gesamte Muskulatur und nebenbei eröffnen sich einem noch einzigartige Ausblicke. Dies gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder.

Das Erkunden der Natur mit der ganzen Familie soll vor allem Spaß machen. Seltene Gesteins- und Tierarten entdecken, natürliche Vorgänge erforschen, Lieder singen, den Gedanken freien Lauf lassen: Das tut nicht nur der Familie gut, sondern fördert auch die Belastbarkeit der Kinder, ist gut für deren Selbstvertrauen und ganz nebenbei hält die Bewegung an der frischen Luft fit und stärkt die Abwehrkräfte. Und eines ist klar: Sind die Kinder glücklich, sind es die Erwachsenen auch.


Hilfreiche Tipps für ungetrübten Wanderspaß


Der erste Wandertag soll auch den Kleinsten in positiver Erinnerung bleiben, damit Sie sich auf weitere spannende, erlebnisreiche Tage in der Natur mit der ganzen Familie freuen können. Bedenken Sie:

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  • Es kommt auf die Planung an
    Gemeinsames Wandern stärkt den Familienzusammenhalt, setzt ungeahnte Kräfte frei und bietet ein Erlebnis für Groß und Klein. Die Voraussetzung dafür ist, die Kinder nicht zu überfordern und passende Wanderrouten auszuwählen. Erlebnisstationen, kleine Bäche, Brücken, schöne Rastplätze und vieles mehr lässt Kinderaugen staunen - ganz ohne Überanstrengung.

  • Spaß und Abwechslung
    Wandern soll vor allem Spaß machen und das Abenteuer nicht zu kurz kommen. Weit weg von Alltagssorgen und digitalen Medien rückt die Familie in den Vordergrund: Bei Gesprächen, gemeinsamem Singen und spannenden Entdeckungen vergeht die Zeit wie im Flug und schöne Erinnerungen bleiben. Drückt man dem Nachwuchs noch eine Kamera in die Hand, werden tolle Eindrücke festgehalten und immer wieder gern angesehen.

  • Das Ziel festlegen
    Auch wenn generell beim Wandern der Spruch „Der Weg ist das Ziel“ tatsächlich zutrifft – beim Wandern mit Kindern, ist es ratsam, sich im Vorhinein gemeinsam ein nicht zu hoch gestecktes Ziel zu setzen. So ist niemand überfordert und jeder kann sich auf seine Weise vorbereiten.


Allgemeine Wandertipps


Damit eine Familienwanderung in jedem Fall zum positiven Erlebnis wird, sollten auch einige allgemeine Tipps beachtet werden. Dies gilt für Erwachsene ebenso wie für die Sprösslinge.

  • Planung ist das Um und auf
    Jede Wanderung gehört genau geplant – von der Route über die Ausrüstung bis hin zum richtig gefüllten Rucksack. Die Art / der Schwierigkeitsgrad der Wanderung muss in jedem Fall auf die Kondition aller Teilnehmer – vor allem auf die der Kinder - abgestimmt werden. Für Familien besonders gut geeignet sind kind- bzw. kinderwagengerechte Wege mit Erlebnis- und Entdeckerstationen, Naturlehrpfade und Themenwege. Dann kommt auch der Spaß nicht zu kurz.

  • Im Vorfeld informieren
    Wie verläuft die Strecke, für wen ist sie geeignet, wie viel Zeitaufwand muss ich planen, welche Ausrüstung wird empfohlen, welches Schuhwerk ist ratsam, wie sind die Wetterverhältnisse? Diese und die weiteren angeführten Aspekte sind wichtig zu wissen, bevor eine Wanderung angetreten wird.

    Bezüglich der Strecke sollte besonders auf das Alter der Kinder geachtet werden. Kleinkinder sind im Vorschulalter sehr neugierig und können bei einer einfachen Wanderung so richtig zum Entdecker werden. Zwei bis drei Stunden sind jedoch völlig ausreichend. Mit wachsendem Alter steigt die Kondition und Ausdauer – trauen Sie Ihrem Kind ruhig eine 4-stündige Wanderung, bei der vielleicht auch schon einfache Kletterpassagen eingebaut sind, zu. Mit Kindern im späteren Schulkindalter (also zwischen 11 und 15 Jahre) können Sie schon anspruchsvollere Touren - eventuell auch mehrtägig mit einer aufregenden Hüttenübernachtung - in Angriff nehmen. Auch die Kleinsten sollen auf das Erlebnis Wandern nicht verzichten müssen und können in einer Rückentrage mitgenommen werden. Wichtig ist dabei, den Nachwuchs vor Überhitzung und Unterkühlung zu schützen, dass sich der Träger der Anstrengung bewusst ist und sich diesbezüglich nicht selber überschätzt.

  • Pausen einlegen
    Auch wenn für Sie die Wanderung leicht und nicht anstrengend ist – die Kinder danken Ihnen regelmäßige Pausen. Sollte die Kraft trotzdem ausgehen, sorgen einfache Energielieferanten wie Schokolade, Obst, Traubenzucker oder ähnliches für einen raschen Energieschub.

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  • Seien Sie gut ausgerüstet
    Die richtige Ausrüstung spielt bei jeder Wanderung eine äußerst wichtige Rolle. Vor allem, wenn man mit Kindern unterwegs ist, sollte man ein besonderes Augenmerk darauf legen. Was unter keinen Umständen im Gepäck fehlen darf, sind Sonnen- und Regenschutz inklusive Kopfbedeckung. Besonders in der Hauptferienzeit im Hochsommer ist die sehr starke Sonneneinstrahlung in den Bergen nicht zu unterschätzen. Weiters sind eine Erste-Hilfe-Box mit Pflastern unterschiedlicher Größe sowie Verbandszeug, evtl. eine Taschenlampe und zu guter Letzt das Handy mit voll beladenem Akku wichtige Bestandteile in Ihrem Rucksack.

    Bezüglich Verpflegung darf es mit den Kiddies schon mal ein bisschen mehr sein. Achten Sie auf ausreichend Trinkvorrat, denn Kinder haben den doppelten Flüssigkeitsbedarf wie Erwachsene, sowie eine gesunde, energieliefernde Jause.

    Besonderes Augenmerk sollten Sie auch auf die Kleidung legen. Regenschutz, Wechselkleidung und knöchelhohe Bergschuhe oder Turnschuhe mit gutem Profil - je nach Art der Wanderung - beugen nicht nur der Verletzungsgefahr vor, sondern sorgen dafür, dass sich die Kleinen wohlfühlen und in weiterer Folge Spaß an der Bewegung haben.

    Und noch ein Tipp: Kinder tragen ihre Sachen gerne in ihrem eigenen Rucksack. Dies trägt maßgeblich zum richtigen Wandervergnügen bei. Der Rucksack sollte leicht und gut gepolstert sein und natürlich gut aussehen.

  • Wegmarkierungen beachten
    Die meisten Wanderwege sind mit Nummern versehen und bestens ausgeschildert – begeben Sie sich nicht auf eigene Erkundungstouren und verlassen Sie niemals die markierten Wanderwege. Für die Kinder ist es meist spannend, sich den Weg von einer zu nächsten Markierung zu suchen. Spielen Sie Indianer, begeben Sie sich auf Spurensuche und finden Sie die richtige Fährte.

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Gesundheit & Sicherheit


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Wenn die allgemeinen Wandertipps eingehalten werden, sollte es zu keinen Komplikationen kommen. Achten Sie darauf, dass sich die Kinder stets in Ihrem Blickfeld befinden und lassen Sie sie nur in überschaubarem Gelände vorausgehen. So lassen sich mögliche Gefahren bereits im Vorfeld vermeiden. Es kann jedoch einmal passieren, dass sich durch Stolpern, Umknicken oder sonstige unvorhersehbare Ereignisse jemand verletzt. In diesem Fall gilt es, Ruhe zu bewahren. Haben Sie das Erste-Hilfe-Set / die Notfallapotheke griffbereit und suchen Sie einen schattigen, sicheren Rastplatz. Nach Abschätzung des Verletzungsgrades leisten Sie Erste Hilfe. Scheuen Sie sich jedoch nicht davor, Hilfe zu holen! Folgende Notrufnummern sind kostenlos und von jedem Netz (auch bei Empfangsstörungen) jederzeit zu erreichen: Euro-­Notruf: 112, Bergret­tung: 140.

Zu Ihrer eigenen Sicherheit bedenken Sie bitte, dass sich in den Bergen die Wetterverhältnisse schnell ändern können. Tritt dieser Fall ein, sollten Sie vorbereitet und gut gerüstet sein. Wasserfeste, winddichte Funktionsjacken in Form von Regen- oder Softshelljacken - je nach Jahreszeit - haben ein geringes Gewicht, brauchen nicht viel Platz und bieten Schutz vor ungemütlichen Wettereinbrüchen. Trotz guter Planung kann es passieren, dass Sie von einem Gewitter überrascht werden. Behalten Sie stets die aktuelle Wettersituation im Auge und suchen Sie rechtzeitig Schutz in Mulden, Höhlen oder im Waldesinneren. Halten Sie sich, so gut es geht, fern von möglichen Einschlagobjekten wie einzeln stehenden, hohen Bäumen oder Felsblöcken.

Ein besonderes Augenmerk sollte auch auf die Sicherheit gelegt werden, wenn Sie auf Weidevieh treffen. Diese Gebiete sind grossteils markiert, aber bedenken Sie, dass es sich um Tiere handelt, deren Verhalten sich nicht hundertprozentig einschätzen lässt. Rinder sowie Schafe sind von Natur aus friedfertig und suchen bei Bedrohung generell das Weite. Wollen oder müssen Sie sich jedoch verteidigen, kann es schon mal passieren, dass sie angreifen. Halten Sie also Abstand, lassen Sie Ihre Kinder die Tiere keinesfalls streicheln oder füttern, vermeiden Sie Lärm und Hektik und schließen Sie – falls vorhanden - immer das Gatter bzw. den Zaun. Wenn Sie mit Hund wandern, umgehen Sie die Weide so gut es geht. Generell sind Hunde immer an der Leine zu führen.

Seien Sie sich immer bewusst, dass Sie allein die Verantwortung für die Sicherheit Ihrer Kinder haben. Informieren Sie sich deshalb über mögliche Gefahren der Bergwelt und meiden Sie Touren, bei denen Sie sich nicht zu 100 % sicher sind.


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